Den Gefallenen des „Zweiten Badischen Grenadierregiment Nr. 110 Kaiser Wilhelm I“ gewidmet, wurde das 110er Denkmal der Mannheimer Bürgerschaft 1927 geschenkt und auf dem Friedrichsring aufgestellt. Zum 75-jährigen Bestehen des 110er Grenadier-Regiments, am 03. Juli 1927 wurde das Denkmal enthüllt. Der Entwurf stammte von dem Mannheimer Architekten Hermann Esch.
Das Denkmal war ursprünglich 15 Meter hoch und bestand aus 6 Teilen, den Abschluss bildete ein vergoldetes Eisenkreuz.
Als nach dem Zweiten Weltkrieg der Wiederaufbau Mannheims begann, stand das Denkmal der neuen Straßenbahntrasse am Friedrichsring im Wege. 1949 wurde es abgebaut und eingelagert.
Erst 1954 wurde das 110er Denkmal auf dem Hauptfriedhof Mannheim, allerdings in verkürzter Ausführung von 11,20 m wieder aufgestellt. Statt der damals 6 Quader waren es nun nur noch 4. Über den Verbleib der restlichen 2 Quader sind keine Informationen vorhanden.
Durch Umwelteinflüsse und durch die Kriegsschäden wurde das Denkmal leider baufällig . Die Standsicherheit war nicht mehr gewährleistet. Eine Restaurierung wurde dringend nötig.
Am 10.09.2002 wurde das 110er Denkmal aus Sicherheitsgründen abgebaut und bei einem Steinmetz eingelagert. Teilstücke wurden im Februar 2007 wieder zurück nach Mannheim transportiert und befinden sich nun als Fragmente neben dem ursprünglichen Platz auf dem Hauptfriedhof Mannheim, im II. Teil.
Der Fördererkreis historischer Grabstätten in Mannheim hatte es sich im Jahr 2008 zur Aufgabe gemacht, die Erinnerung an das 110er Denkmal zu wahren.
Die Bildhauerei Mayer & Sohn aus Mannheim Friedrichsfeld erhielt den Auftrag das Denkmal in einer dem Original möglichst nahekommenden Ausführung zu gestalten.
Da lediglich Fördermittel des Fördererkreises zur Verfügung standen, musste kosten-günstigeres Material Verwendung finden. So entschied man sich statt Diabas (ursprüngliches Denkmal), für einen Granit. Auch die ursprüngliche Höhe von ehemals 11,20m, reduzierte sich auf 7,50m.
Original erhalten sind nun nur noch der herausgetrennte Soldatenkopf der implementiert wurde, die Podestplatten und das vergoldete Eisenkreuz das den Abschluss bildet.